Uncategorized

Neuauflage für Festivalförderung: Ins Freie! 2

Hessen will Kulturschaffende im Sommer 2022 mit einer Neuauflage des Festivalprogramms „Ins Freie!“ unterstützen, das den Einrichtungen schon im vergangenen Jahr dabei half, corona-kompatible Open-Air-Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.

Das Programm “Ins Freie! 2” richtet sich insbesondere an miteinander kooperierende Kulturveranstalter, Pop-Up-Bühnen und Freiluftkinos, die auch über 2022 hinaus gemeinsam Open-Air-Kultur betreiben wollen, dann ohne zusätzliche Landesmittel. Der Fokus liegt deshalb – neben den Programmen selbst – auf Zuschüssen für Investitionen etwa in mobile Bühnen und Tontechnik, Überdachungen und transportable Bestuhlung. Insgesamt sollen dafür fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen.

2021 hatte „Ins Freie!“ mehr als 100 kleine und große Open-Air-Festivals gefördert, insbesondere solche, bei denen Gruppen und Initiativen zusammengearbeitet haben. Dabei reichte die Fördersumme von wenigen tausend Euro bis zu maximal möglichen 500.000 Euro. „Ins Freie! 2“ soll eine ähnliche Zahl von Veranstaltungen fördern, bei einer Höchstfördersumme von 250.000 Euro und ohne Open-Air-Veranstaltungen von Einrichtungen des Landes. Es richtet sich an gewerbliche wie nichtgewerbliche Veranstalter, die ihre genreübergreifenden Programme über mindestens einen Monat betreiben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf kleinen Veranstaltern und solchen aus dem ländlichen Raum. Die Vergabe der Mittel erfolgt qualitätsgesichert nach Begutachtung durch ein Expertengremium.

An wen wende ich mich?

Die Kontaktadresse für Anträge und die Förderrichtlinien werden zeitnah nach der Freigabe der Mittel auf der Seite des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst veröffentlicht.

Quelle: https://wissenschaft.hessen.de/foerderung-finden/ins-freie-2

25. März 2022 / by / in
Newsletter März von Hessen Design erschienen
Quelle: https://hessendesign.de/

Liebe Leserin, lieber Leser,

Bis vor kurzem kannten die meisten von uns wohl nur Kiew, doch kaum weitere ukrainische Städtenamen, wie Charkiv, Mariupol, Odessa, Czernowitz, Lviv, Ushgorod. Nun müssen wir zusehen, wie diese und weitere Orte zerstört werden und dabei unsere Vorstellungen von Frieden und Freiheit ins Wanken geraten. Trotz all dessen wird der BBK die Ausstellung „Change“ im Designhaus präsentieren. Als der Ausstellungszeitraum vereinbart wurde, war nicht abzusehen, wie aktuell der Austausch von Darmstädter und Ukrainischen Kunstschaffenden sein würde. Nun sind Transporter unterwegs nach Darmstadts Schwesterstadt Ushgorod und bringen hoffentlich die Kunst mit, die Sie ab 28. April werden sehen können. Den Krieg beeinflussen können wir damit nicht, doch wir können informieren, Dialoge fortsetzen und so auch helfen.

Ukrainische Stimmen und Einblicke zeigt auch der Dokumentarfilm „Road Movie Ukraine“ von Lutz Jahnke, Leiter des afip in Offenbach, der sich 2014 zusammen mit Olga Petrova gefragt hat, wie es um die Menschen steht, wenn am Rande der EU für Freiheit gestorben wird. In der Ukraine trafen sie Kreative und Kunstschaffende, die schon damals von der Kriegsgefahr sprachen. Ein poetischer Film über Menschen in einem Land, das langfristig unser Demokratieverständnis verändern wird.


Ihre Cornelia Dollacker
Leiterin Hessen Design e.V.
600 pixels wide image 600 pixels wide image Change: Ukrainische und Deutsche Künstlerinnen und Künstler im Dialog – Ausstellung im Designhaus 
Nicht erst jetzt sondern schon seit 2018 besteht ein reger Kontakt aus dem künstlerischen Darmstadt in die ebenso künstlerische Partnerstadt Ushgorod in der Ukraine. Die Städtepartnerschaft besteht ja bereits seit 1992, und so war es an der Zeit, die Bande auch künstlerisch zu knüpfen. So fand vor vier Jahren ein Besuch mit Ausstellung der Darmstädter in der Ukraine statt. Ein Konzept, das erweitert wurde, indem eine Gruppe von je elf Künstlerinnen und Künstlern aus beiden Ländern paarweise ein individuelles Thema für sich finden, abstimmen und auf der kommenden Ausstellung im April und Mai 2022 in künstlerischer Form präsentieren. So der Plan, der jetzt unter den Kriegsereignissen vor ganz neuen Herausforderungen steht und zu gleicher Zeit eine ganz neue, weitreichendere Dimension erhält.

Die Ausstellung „CHANGE – Kunst im Dialog“ wird im Designhaus Darmstadt am 28. April eröffnet – Dauer bis 15. Mai. Mehr dazu in unserer kommenden Ausgabe.

Veranstalter: Darmstadt KulturStärken e.V. in Kooperation mit dem Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen in Darmstadt, PDUM Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova e.V., dem Partnerschaftsverein Ushgorod Darmstadt und BBK Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Regionalverband Darmstadt.

600 pixels wide image Positive Impact: DDCAST mit Christine Fehrenbach

„What we design designs us back“ ist ein Spruch des amerikanischen Techno Futuristen Jason Silva. Design nimmt also in unserem Alltag in der Benutzung aller Produkte unserer Konsumgüterwelt großen Einfluss auf uns und hallt wider im Ruf nach grundlegenden Veränderungen. So weitermachen, wie bisher, geht nicht. Unsere Kreativität als Designer und Designerinnen ist gefragter denn je und der Podcast des DDC fragt jede Woche neu: Was ist gut? Was kommt und was können wir besser machen?

In der Februarreihe des DDCAST stand Vorstandsvorsitzende Christine Fehrenbach mit Ihrem Thema „Mode als Transformationstreiber“ Rede und Antwort. Mit Ihrem Büro Creative Brand Consulting und Ihrer Mission „Sustainable Transformation“ entwickelt die Designerin ganzheitliche Markenkonzepte und vernetzt Experten und Dienstleister aus Wirtschaft, Hochschulen, Kultur, Kunst und Design.

Zur Frankfurt Fashion Week präsentierte sie gemeinsam mit Hessen Design zum Jahresbeginn „Transforming Frankfurt Fashion“. Mit einer Fashionshow, Installationen, Schaufenstertalks und Podiumsgesprächen präsentierte sie nachhaltig agierende Modedesignerinnen und -designer aus der Region. Thema: Transformation beginnt im Kleiderschrank. Ihr Ansatz und ihre Antworten, wie Mode einen Wandel vollziehen kann und als Idealbild des Guten nur „Positive Impact“ hinterlässt, kann in dem 35-minütigen Podcast nachgehört werden.

600 pixels wide image Gratulation: „designxport“ wird zu Design Zentrum Hamburg 
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 hat sich die „Hamburg Kreativ Gesellschaft“ für Hamburgs Kreative engagiert – mit einem vielfältigen Angebot wie etwa Workshops, Vorträge und Veranstaltungen zur Vernetzung. Nun ist die Initiative als Einrichtung der Freien und Hansestadt Hamburg für die hanseatische Designwirtschaft einen konsequenten Schritt gegangen und positioniert sich neu: ein neuer Name, ein anspruchsvolles Programm, eine überarbeitete Corporate Identity und erweiterte Kommunikationskanäle. Die Hansestadt setzt damit Zeichen und gibt ein Bekenntnis zur Kreativbranche als bedeutenden Standortfaktor.

Wir freuen uns mit den Hanseaten und gratulieren der Leiterin, Frances Uckermann, ganz herzlich. Den hessisch-hanseatischen Austausch haben wir vor kurzem schon über den Deutschen Designtag aufgenommen.

600 pixels wide image Kapitaler Hirsch: Frankfurt bewirbt sich um den Titel „World Design Capital“ 
World Design Capital – klingt groß und ist es auch. Um den Titel bewirbt sich die Stadt Frankfurt und die Region RheinMain für 2026. Das Projekt dafür: „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“. Dabei geht es nach Bekunden der Bewerber weniger um den Titel, vielmehr um den Impuls, eine demokratische Kultur der Freiheit und ein besseres Leben zu organisieren. Das Thema liegt Frankfurt, vor dem historischen Hintergrund der Nationalversammlung 1848 und der Rolle als Wiege der Demokratie in Deutschland, auch wenn das an keiner Stelle benannt wird. Auf der neu eingerichteten Website des Projektbüro im Museum Angewandte Kunst zeichnen sich die Grundzüge der Bewerbung ab.

Die World Design Organisation™ (Montreal) zeichnet in jedem zweiten Jahr Städte für ihren effektiven Einsatz von Design zur Förderung der kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung aus. Den Titel für 2024 tragen zwei benachbarte Städte gleichzeitig: San Diego (USA) und Tijuana (Mexiko)die erste bi-nationale Vergabe. Valencia ist gegenwärtig Träger des Titels. Titelträger waren bislang die Metropolregion Lille (2020), Mexiko City (2018), Taipeh (2016), Cape Town (2014), Helsinki (2012), Seoul (2010) und Turin (2008). Auf der Shortlist um den Titel 2024 lag übrigens neben San Diego/Tijuana nur noch Moskau. Angesichts der Entwicklungen der vergangenen Jahre in Russland sowie der aktuellen Ereignisse könnte man zur Überzeugung gelangen, dass sich die WDO bei angesetzten Kriterien nicht wesentlich von FIFA oder IOC unterscheidet. Das Thema „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ ist ein gewichtiges Statement und eine große Verantwortung für Stadt Frankfurt und die Region RheinMain. Die Bewerbungsabgabe ist schon im Februar 2023.

600 pixels wide image Prototyp macht Furore: Sneature
Das Gewinnerprojekt der Hessen Design Competition 2021 von Emilie Burfeind sorgt auch weiterhin für Furore. Ihr Sneaker namens Sneature ist zum Synonym für „Circular Fashion“ geworden, was auch die Redaktion der Hessenschau erkannt hat. In Zusammenhang mit der Frankfurt Fashion Week gab es ein Feature über das Projekt und seine ungewöhnlichen Materialien. Wir erinnern uns, für den Schuh werden Materialien eingesetzt wie Gewebe aus Hundehaar, eine Sohle aus Naturkautschuk und Pilzmyzel, so dass der Schuh am Ende zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist. In dem Feature geht es zudem auch um „Solostücke“ aus Wiesbaden, das Label von Svenja Bickert-Appleby, die aus hiesiger Textilüberproduktion ihre Kollektionen entwirft, produziert und vertreibt.

600 pixels wide image
Cornelia Dollacker: Kommt die Frankfurt Fashion Week nicht über eine Ouvertüre à la Schwanensee hinaus? 

Trotz der späten Einladung habe mich auf die Runway-Show des Modedesigners Samuel Gärtner gefreut, die am 10. März im Palmengarten nachgeholt wurde. Die Präsentation seiner zweiten Kollektion musste zur Frankfurt Fashion Week wegen Pandemie leider abgesagt werden. In zwei Runway-Shows hat nun der Frankfurter Designer seine genderfluide Kollektion präsentiert, die mit exotischen Blumen- und Pflanzen-Prints und einem verspielten Materialmix die Atmosphäre der Location aufgriff. Vor allem die Männerkollektion, bestehend aus einer extravaganten Inszenierung von Casual Mode mit Home Slippers fand ich interessant – seit der Pandemie stylt man sich ja für Zuhause und fürs Homeoffice. Die kunstvolle Inszenierung der Runway-Shows im historischen Palmenhaus, inmitten tropischer Pflanzenwelt, mit bunten Lichtinstallationen und einem Mix aus Tschaikowskis Schwanensee-Ouvertüre und Techno-Beats, hat bei mir ein Flashlight aufleuchten lassen, wie sich in Zukunft die Frankfurt Fashion Week etablieren könnte. Denn auch das Transforming Fashion-Projekt haben wir im Herzen Frankfurts nahe dem Eschenheimer Tor in der coolen Location eines Elektro-Automobilherstellers platziert. Auch das war ein interessanter Mix aus urbanem Frankfurter Leben und Fashion-Show. (Die Film-Doku dazu lässt noch einmal den Spirit und die Leidenschaft der lokalen Modedesignerinnen und -designer erleben.)

Der Gedanke, mit der FFW hierzuland ein wachsendes und vor allem nachhaltiges Modebusiness zu verankern, war ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Leider wird mit dem Weggang der Premium Messe Frankfurt, trotz kosmopolitischer und kaufkräftiger Community, die FFW vielleicht nicht weitergeführt werden. Ich fände es schade, da sich um die zwei Frankfurt Fashion Weeks schon einige positive Effekte für die hessische Modebranche, mit ihren rund 70 regionalen Textil- und Modeunternehmen und einer Vielzahl von engagierten Akteuren, angebahnt hat. Akteuren, wie zum Beispiel das Frankfurt Fashion Movement, das einen zeitgemäßen Umgang mit Direct-to-Consumer-Aktionen in der Ära Instagram beweist. Als Stadt Frankfurt würde ich alle Akteure an einen Tisch bringen, um der Sache eine zweite Chance zu geben, ganz ohne Blaupause und altem Wirtschaftsdenken, und dann etwas ganz „Hessisches“ planen. 

600 pixels wide image 600 pixels wide image „Echte Lichtbildkunst“: Die Fotografinnen Nini und Carry Hess im Museum Giersch 

Frankfurt kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Zwei Schwestern, Nini (1884–1943?) und Carry Hess (1889–1957), beide Fotografinnen, gründen ihr eigenes Atelier, spezialisieren sich auf Portraits und Theater- und Tanzfotografie. In der Weimarer Zeit finden Persönlichkeiten wie Max Beckmann, Thomas Mann und Mary Wigman den Weg in ihr Studio, lassen sich fotografieren. Im Auftrag der Stadt begleiten die Schwestern das neuartige Bühnenprogramm. Das alles findet 1933 ein Ende. Was folgt ist die Flucht nach Paris, das Exil dort und das Scheitern, das fotografische Werk fortzusetzen. Zudem zerstören die Nazis in den November-Pogromen 1938 das Frankfurter Atelier; das gesamte fotografische Archiv fällt der Vernichtung anheim. 1942 wird Nini nach Auschwitz deportiert und dort ermordet, die Umstände ihres Todes sind ungeklärt. Carry überlebt Krieg und Verfolgung in Südfrankreich. 1957 soll sie nach langen Auseinandersetzungen mit den Behörden in Wiesbaden eine Ausgleichszahlung erhalten. Kurz darauf verstirbt sie bei einem Kuraufenthalt in der Schweiz.

Das Museum Giersch der Goethe-Universität hat auf Vorschlag von Prof. em. Eckhardt Köhn nun die lange überfällige erste und umfassende Ausstellung des Werks der Fotografinnen Nini und Carry Hess in ihrer Heimatstadt vorbereitet. Die Ausstellung im Museum Giersch (Schaumainkai 83) ist das Ergebnis umfangreicher und mehrjähriger Recherchen auch in privaten Archiven. Sie ist vom 11. März bis 22. Mai 2022 zu sehen.

600 pixels wide image Wortwahl wird Bildkunst: Unwort-Foto-Ausstellung 

Im Sprachgebrauch der öffentlichen Kommunikation entstehen permanent neue Wortformungen, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen. Sie verletzten Prinzipien der Menschenwürde, der Demokratie, diskriminieren, stigmatisieren oder diffamieren einzelne gesellschaftliche Gruppen oder sie sind beschönigend, verschleiernd oder irreführend. Kurz, die Liste der Unworte offenbart einen sprachlichen Giftschrank. 2021 wurden die Worte “Pushback” und “Sprachpolizei” sowie unangemessene Vergleiche mit dem Nationalsozialismus und “Militärschlag” zum Unwort des Jahres.

Diese nun sind Thema der freien Fotoarbeiten des Vereins Unwort Bilder, der damit in diesem Jahr seine 18. Ausstellung veranstaltet – zu sehen in Darmstadt auf dem Karolinenplatz bis 31. März.

Die Unwort-Aktion ist eine institutionell unabhängige und ehrenamtliche Initiative. Sprecherin ist Prof. Dr. Constanze Spieß, Institut für Germanistische Sprachwissenschaft, Philipps-Universität Marburg.

Im Gegensatz dazu steht das „Wort des Jahres“ – ausgewählt von der Gesellschaft für deutsche Sprache. Im Gegensatz zu den negativ intendierten Unworten werden jeweils zehn Wörter gewählt, welche mittels ihrer sprachlichen Signifikanz und Popularität den Nerv eines Jahres treffen.
600 pixels wide image Wiederentdeckung: Stühle und mehr von Erich Dieckmann

Beim Thema Bauhaus und Möbel, zumal Sitzmöbel, kennt man die bekannten Größen, Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe. Heute kaum noch im Design-Gedächtnis ist Erich Dieckmann (1896–1944). Den prägenden Gestalter und seine streng geometrischen Typenmöbel entdeckt nun eine Ausstellung neu. Dieckmann hatte in Danzig Architektur studiert, kam 1921 für eine Tischlerlehre ans Bauhaus und wurde schliesslich 1925 Leiter der Tischlerwerkstatt. 1931 ging er in gleicher Funktion wie andere Bauhäusler an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein nach Halle (Saale). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er entlassen, schlug sich dann mit Sachbearbeiter- und Referentenjobs durch. Schwer erkrankt starb er 1944 in Berlin.

Die Ausstellung der Kunststiftung Sachsen-Anhalt wurde am 11. Februar in Halle (Saale) eröffnet (bis 27.03.) und wird ab 07. Mai am Berliner Kulturforum zu sehen sein. 
Werkschau: Kommunikationsdesign Hochschule Wiesbaden
Eine echte Ausstellung nach unendlich erscheinenden Corona-Online-Formaten hat der Fachbereich Kommunikationsdesign gewagt. Dafür wurde wieder das Licht angeknipst mit „Time to Shine“ und insgesamt 32 Projekte von 36 Absolventinnen und Absolventen aus dem Wintersemester 21/22 in einer Ausstellung beleuchtet. Da dies im Februar nur von kurzer Dauer war, kann man die Werkschau nach wie vor im Netz besuchen. Zu sehen sind alle Projekte und Portraits der Menschen dahinter sowie auch ein Archiv vorangegangener Präsentationen (zurück bis 2008). 

Werkschau: European School of Design
Die European School of Design macht aus der Not eine Tugend und stellt, wie bereits in den vergangenen Semestern, die Arbeiten der Studierenden als Online-Formate im virtuellen Museumsbau aus. Man kann die Arbeiten aus dem ersten Studienabschnitt in einer Quasi-Etage und dann jene ab dem vierten Semester in einer weiteren Ebene als „Guided Tour“ durchlaufen. Ob die Form insgesamt und das strenge schwarze Rahmenformat gerade eine ideale Präsentationsform darstellt, hatten wir schon an dieser Stelle hinterfragt.

600 pixels wide image 600 pixels wide image Was aus Wandwüsten werden könnte: Landeswettbewerb „Die Wand gehört Dir“

Eine graue Betonwand, Aufschrift: „Plakatieren verboten“. Ähnlich diesem bekannten Bild städtischer Tristesse wirbt der neu ausgeschriebene Landeswettbewerb und möchte Fassaden hessenweit zu neuem Leben erwecken. Nicht gemeint sind ganz offenbar die Dispersion-Figurationen und Spray-Orgien vergangener Dekaden. Man hat seine Städtebau-Lektionen gelernt und sucht explizit nach Höherem: Murals, Lichtkunst, Fassadenbegrünung, vertikale Gärten sowie Symbiosen aus regenerativer Energiegewinnung und Kreativität.

Antragsberechtigt sind in den Professionen Kunst, Kreativität, Architektur, Landschaftsarchitektur und Planung Tätige. Für das Projekt kann ein selbst avisiertes Gebäude gewählt werden oder auch eines aus einer Vorauswahl von Gebäuden, die per Steckbrief besichtigt werden können. Die Auswahl hält wahre Spitzenreiter urbaner Fehlgriffe bereit. Die Bewerbungsfrist läuft bis 14. April 2022.
 
600 pixels wide image Was mehr als einem nützt: Mia Seeger Preis 2022

Der Preis bleibt bei seinem Thema. Die Mitte der Achtziger von der Designtheoretikerin Mia Seeger (1903–1991) ins Leben gerufene Stiftung lobt auch 2022 die Preisvergabe unter dem Titel „was mehr als einem nützt“ aus. Gefragt wird dabei nach Produktentwürfen, deren sozialer Nutzen im Vordergrund steht. Gebrauchstauglichkeit, Ästhetik, Neuartigkeit und zudem Umweltverträglichkeit werden gleichwohl vorausgesetzt. Teilnehmen können Studierende bzw. Absolventinnen und Absolventen in gestalterischen Studiengängen deutscher Hochschulen. Einsendeschluss ist der 01. April 2022. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Anmeldung und alle Informationen auf der Website der Mia-Seeger-Stiftung.  
 
600 pixels wide image Was wir nie mehr wollten: „Never Again War“ – eine Petition

Eine initiative aus acht Museen und Akademien* hat eine Petition gestartet (28.02.) angesichts der russischen Invasion in die Ukraine. Der als L’Internationale firmierende Zusammenschluss ruft dazu auf, künstlerische Kollaborationen mit Institutionen und Einzelpersonen, welche in direkter Verbindung mit dem russischen Regime stehen, einzustellen. Es ist eine zivilgesellschaftliche Initiative in Erweiterung des Repertoires der Sanktionen, über die in den Medien tagtäglich berichtet wird. Wohlgemerkt ist in der Petition nicht die Ächtung russischer Kunst und Kultur insgesamt zu verstehen, deren Exponenten sich teilweise unter hohem Risiko dem Regime entgegen stellen.

Auch PEN International hat in einem von über 1000 Literaten weltweit unterzeichneten offenen Brief die russische Aggression in der Ukraine verurteilt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellt unter dem Oberbegriff „Stand with Ukraine“ Plakate und Social Media-Vorlagen zur Verfügung. Seit 9. März macht der Deutsche Kulturrat die Hilfsangebote aus dem Kulturbereich zentral verfügbar. Und wie sieht es bei diesem Thema in der Kreativbranche aus? Einen Aufruf zur Unterstützung geflüchteter ukrainischer Kreativer hat der DDC gestartet. 

* Van Abbemuseum, Eindhoven; Muzeum sztuki nowoczensnej, Warschau; MACBA, Museu d’Art Contemporani de Barcelona; M HKA, Antwerpen; Museo Reina Sofía, Madrid; Museum of Contemporary Art, Zagreb; HDK-Valand Academy of Arts and Design, Gothenburg; National College of Art and Design, Dublin
 
600 pixels wide image Updates zu Beiträgen, über die wir kürzlich berichtet haben: Ausgezeichnet, zum Ersten: 100 beste Plakate stehen fest
Besondere Leistungen im Plakat-Design prämiert alljährlich der Wettbewerb „100 beste Plakate Deutschland Österreich Schweiz“. Der seit 1990 in der Bundesrepublik ausgeschriebene Wettbewerb ist ein internationaler Leistungsvergleich. Für die diesjährige Ausgabe gab es 540 Einreichungen mit knapp über 2000 Plakaten bzw. Plakatserien. Das Endergebnis zeigt deutlich die traditionelle Stärke der Schweiz in der Plakatgestaltung. 54 prämierte Plakate kommen aus der Schweiz, 39 aus Deutschland und 7 aus Österreich. Zudem wurden vier Eigenaufträge und 17 studentische Projektaufträge prämiert. Wer die Gewinnerplakate gestaltet hat, wird zur Eröffnung der Auftaktausstellung in Berlin im Juni 2022 veröffentlicht.

Ausgezeichnet, zum Zweiten: Gewinner des German Design Award In einer Ausstellung präsentierte das Museum Angewandte Kunst im Februar die Gewinnerprojekte des German Design Award. Der Award beging sein zehnjähriges Jubiläum und widmete die Präsentation dem Thema „Wie Designer denken“. Wir hatten im Januar über die schiere Menge der Gewinnerprojekte (700 +) auf der Website des Wettbewerbs berichtet. Dort findet man nun auch den Gewinner des Publikumspreis 2022 des German Design Award, ein exklusives E-Bike (Cyklaer von Storck-Bikes). Das Bike gibt es ab 6.999 Euro. Denkwürdig, denn das entspricht etwa so viel in Euro wie zu Anfang der Achtziger in D-Mark dem Kaufpreis eines Citroën 2CV. Der Deux chevaux brachte bis zu 21 kW auf die Straße und hatte Platz für ein flottes Quintett. Das Cyclaer bringt vollelektrisch max. 450 W auf den Asphalt und bietet Raum für ein brausendes Solo –  natürlich ganz ohne Co2 Belastung.

Ausgezeichnet, zum Dritten: Kultur- und Kreativpiloten 2021  Die Anpreisung der 32 diesjährigen Kultur- und Kreativpiloten strotzt vor Superlativen. Sie seien die innovativsten, inspirierend, außerordentlich, originell, erfolgreich, dazu „mit festem Willen“ und „Impulsgeber für die entscheidenden Fragen der Gegenwart“, verfügen über „intrinsische Motivation“. Der Wettbewerb hat damit wieder Unternehmer gefunden, die Mut beweisen, Engagement zeigen und sich fragen: Was kann ich noch besser machen? Der Fokus der Auszeichnung liegt auf den Persönlichkeiten, die Mut machen, anders denkeen und wegbereitend der Branche ein Gesicht geben. Die größte Zahl der Prämierten kommen aus Berlin und Bayern. Aus Hessen ist das Start-up nakt aus Darmstadt dabei. Als interdisziplinäres Team haben Louisa Zoé Wenkemann, Sebastian Seibert und Sören Lau textile Pflege- und Abschminktücher entwickelt, die durch ihre besondere Oberflächenstruktur nur Wasser benötigen und wiederverwendbar sind.

Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung“ gefördert und vom u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. durchgeführt.

600 pixels wide image Monatlicher Online-Designberatungstag Jeden ersten Freitag im Monat können sich hessische Unternehmer aller Branchen, Solo-Selbständige und Existenzgründer von Cornelia Dollacker, Geschäftsführerin Hessen Design, beraten lassen. Online mit Rat und Expertise ermittelt die Diplom Designerin den individuellen Beratungsbedarf. In Kooperation mit dem RKW stehen hessischen KMUs auch eine Förderung für Designberatung zu. Melden Sie sich für eine Onlineberatung per E-Mail an.

Location Designhaus Darmstadt Das Designhaus mit seinen repräsentativen Räumlichkeiten auf der Mathildenhöhe kann angemietet werden. Mit Hygienekonzept und weiteren Maßnahmen sind wir für kultur- und kreativwirtschaftliche Veranstaltungen, Experten-Meetings, Fachkongresse, Seminare und Workshops sowie Ausstellungen und Feierlichkeiten gerüstet. Gerne machen wir Ihnen ein individuelles Angebot für Nutzung, Organisation und Bewerbung Ihrer Veranstaltung. Informationen dazu auf unserer Website.

Hessen Design Newsletter
Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 09.03.2022

Unser Newsletter informiert Sie monatlich über aktuelle Themen der Designszene und benachbarte Disziplinen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen.
Als aktives und unabhängiges Medium der Designwirtschaft beziehen wir Stellung zu aktuellen Designthemen und bieten Ihnen Orientierung über Ausstellungen, Messen, Konferenzen, Designwettbewerbe, Hochschulaktivitäten sowie Literaturempfehlungen. Wir realisieren ein Bildungsprogramm im Frühjahr und Herbst, interdisziplinäre Ausstellungen im Designhaus und Designevents und geben Ihnen Möglichkeiten, daran zu partizipieren.
Gegründet 2006, ist Hessen Design e.V. Kompetenz- und Beratungszentrum für Design in Hessen, das herausragende Designleistungen in ihrer gesamten kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bandbreite sichtbar macht. Als Designleitstelle unterstützt der Verein die Umsetzung der Designförderung des Landes Hessen und fördert die Vernetzung zwischen Designern aller gestalterischen Disziplinen, Hochschulen, Institutionen, Berufs- und Industrieverbänden und Unternehmen.

Hessen Design unterstützt die Bemühungen um sprachliche Gleichstellung
Es gilt als erwiesen, dass Sprache die Wahrnehmung lenkt, so dass es notwendig ist, sprachliche Gleichberechtigung umzusetzen – ganz Sinne der im Grundgesetz verankerten Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir orientieren uns in der Textredaktion an den Leitlinien der Gesellschaft für deutsche Sprache zu den Möglichkeiten des Genderings.

Impressum und Kontakt
© Hessen Design e.V. und bei den Autoren. V.i.S.d.P.: Dipl. Designerin Cornelia Dollacker, Geschäftsführerin und fachliche Leiterin Hessen Design e.V.; redaktionelle Bearbeitung: Dipl. Designer Harald Kubiczak. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der im Newsletter geschalteten Links haben. Die Verantwortung für diese Internetseiten tragen die jeweiligen Anbieter.

Herausgeber
Hessen Design e.V.


Eugen-Bracht-Weg 6 · 64287 Darmstadt


Fon (06151) 15 91 911
· Fax (06151) 15 91 823

E- Mail: info@hessendesign.de

Hessen Design
Vereinsregisternummer: VR 82166 · Steuernummer: 007 227 15487

V.i.S.d.P.

 Cornelia Dollacker, Geschäftsführerin und fachliche Leiterin Hessen Design e.V.

Hessen Design e.V. wird mit Haushaltsmitteln des Landes Hessen gefördert und vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung unterstützt.
600 pixels wide image
25. März 2022 / by / in
Das sind die 32 Kultur- und Kreativpilot*innen 2021

Das u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. präsentiert Ihnen stolz die 32 Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland 2021!

Durch Ihre tatkräftige Unterstützung während der Bewerbungsphase konnten sie die kreativsten Unternehmer*innen Deutschlands ausfindig machen. Für Ihr großartiges Engagement wollen sie sich ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

Mit Ihrer Hilfe haben sich 765 innovative Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft um die Auszeichnung der Bundesregierung beworben und wurden in 102 Auswahlgesprächen von insgesamt 127 fachkundigen Jurymitgliedern aus Politik, Kultur, Journalismus, Aktivismus und Wirtschaft ausgewählt.

Die Kultur- und Kreativpiloten laden Sie herzlich ein HIER auf ihrer Webseite mehr über die 32 Titelträger*innen zu erfahren!

Die Unternehmer*innen aus ganz Deutschland haben die Jury mit ihren kreativen Projekten, ihrem beeindruckenden Elan und ihren inspirierenden Persönlichkeiten überzeugt. Nun starten alle gemeinsam in ein aufregendes Jahr, in dem sie mit- und voneinander lernen, in dem sich die Titelträger*innen untereinander und mit dem inotiv-Netzwerk verbinden und ihre Ideen und Projekte weiterentwickeln. Das Team des u-instituts freut sich sehr, sie dabei zu begleiten!

Alle Titelträger*innen auf einem Blick finden Sie auch im Bekanntgabevideo.

Team der Kultur- und Kreativpilot*innen dankt Ihnen vielmals für Ihre Unterstützung und verbleibt mit den besten Grüßen. 

Quelle: kultur-kreativpiloten.de/

9. Dezember 2021 / by / in
Sommerlicher Jahresempfang der hessischen Designwirtschaft am Samstag, 18. September 2021 ab 17.00 Uhr

Hessen Design e.V. lädt herzlich ein zur GARTENPARTY unter dem Motto „Design und Kunst – Metadisziplinen für lebenslanges Lernen“ bei Hessen Design e.V. auf der Mathildenhöhe

Die Organisatoren präsentieren Ihnen den langersehnten Jahresempfang der hessischen Designwirtschaft zusammen mit interdisziplinären Design- und Kunstausstellungen. Treffen Sie die Akteure der hessischen Designbranche, lernen Sie junge aufstrebende Designerinnen kennen, erweitern Sie Ihr Netzwerk und lassen Sie uns gemeinsam die neu erlangte Würdigung des Design-Hotspots der Künstlerkolonie Mathildenhöhe begehen.

Aufgrund der aktuellen Schutzmaßnahmen werden alle Besucher*innen gebeten, sich vorab über Eventbrite zur Veranstaltung anzumelden.

Programm:

• Deutscher Designertag Keynote „Design – Metadisziplin für lebenslanges Lernen“

• Preisverleihung RegionalGestalt, Projekte aus dem 1. Wettbewerb + Buchgeschenk

• Ausstellung des Design-Nachwuchswettbewerbs „Hessen Design Competition 2020 und 2021“

• 12. Darmstädter Stadtfotograf Vitus Saloshanka “Unterwegs in die Moderne – Friedrich Pützers

• Anschließende Gartenparty rund ums Designhaus

Es sprechen:

• Prof. Susanne Lengyel, Vizepräsidentin Deutscher Designtag e.V.

• Dr. Mandy Pastohr, Abteilungsleiterin, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

• Jochen Partsch, Oberbürgermeister Stadt Darmstadt

• Jula-Kim Sieber, dwb, Vorstandsvorsitzende des Vorstands der Werkbundakademie Darmstadt e.V.

• Dipl. Des. Cornelia Dollacker, Leiterin von Hessen Design e.V.

Kulinarisch verwöhnt Sie wieder der Designer und Life-Cook Hans Hess, Studio EAT.

Hessen Design e.V. freut sich dieses Jahr besonders auf Sie!

Der Jahresempfang unterliegt den aktuellen Corona-Auflagen. Die Vernissage findet im Freien statt. Daran anschließend können die Ausstellungen in kleinen Gruppen besucht werden. Die Besucher werden gebeten, sich über Eventbrite zur Veranstaltung anzumelden sowie über die Luca-App zu registrieren. Mindestabstände sowie eine eventuell geltende Maskenpflicht sind im Designhaus einzuhalten. 

Weitere Informationen zum Event und zur Anmeldung erhalten sie hier.

Quelle: Hessen Design e.V.

25. August 2021 / by / in
World Industrial Design Day Frankfurt 2021 am Donnerstag, 23.09.2021

“Auch 2021 organisieren die Frankfurter Strategic Design Agentur Iconstorm und der Deutsche Werkbund Hessen den World Industrial Design Day Frankfurt, unterstützt vom Land Hessen. Mit dem Aktionstag führen sie seit 2019 einen kontinuierlichen Diskurs über Vorstellungen, Rollen und Verantwortung von Gestaltung hier und heute.

Im Zuge der omnipräsenten Pandemie und ihres universalen Einflusses auf unseren Alltag, ist ein Thema ein wenig ins Hintertreffen geraten: die Transformation und der Weg zu einer dekarbonisierten und CO2-neutralen, nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Umbau, der Herausforderungen auf allen Ebenen mit sich bringt, und der – befeuert durch eine globalisierte Digitalisierung – kaum mit einem einfachen “weiter so” umzusetzen sein wird.

Unsere Ideen von Wachstum und Leben, von Produktion und Konsum, von Verfügbarkeit und Qualität, von machbar und wünschenswert werden sich wandeln, wandeln müssen.

In der aktuellen Debatte zeigt sich die zentrale Herausforderung: Brauchen wir eine florierende Wirtschaft, um den Systemwandel zu schaffen oder ist nicht der benötigte Systemwandel die Voraussetzung für eine florierende Wirtschaft?

Die Europäische Kommission adressiert die erforderliche Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft mit dem Vorhaben des European Green Deal und will als erster Kontinent klimaneutral werden. Und sie ist zur Erkenntnis gelangt, dass wir diesen Wandel nicht einfach herbei-verwalten und mit bestehenden Instrumenten auf die Straße bringen können, sondern aktiv in die Hand nehmen, gestalten müssen.

Vor diesem Hintergrund hat sie im vergangenen Jahr die Initiative “New European Bauhaus” aufgesetzt.

Gestalter:innen lässt das Vorhaben aufhorchen – nicht mehr die Garage und das Silicon Valley werden hier als Metapher für benötigte Innovation herangezogen, sondern es wird auf ein originär europäisches Modell verwiesen (das später auch in den USA seine Verbreitung fand), das seinen unmittelbaren Bezugspunkt in Kunst, Architektur und Gestaltung hat. Design also statt Technik und Business Model?

Die Veranstalter Iconstorm und der Deutsche Werkbund Hessen werten dies als ein Zeichen der Zeit.

Nicht zuletzt im Rahmen des World Industrial Design Day Frankfurt werden seit 2019 Relevanz, Werte und (neue) Rollen der Gestaltung in der Welt heute diskutiert.

World Industrial Design Day

Die World Design Organization (WDO) will die Ziele nachhaltiger Entwicklung der UNO mit den Möglichkeiten des Designs unterstützen.

Seit 2007 lobt die WDO als internationale Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Montreal den »World Industrial Design Day« (WIDD) aus. Der weltweite Aktionstag legt den Fokus auf die Rolle der Profession und ihren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

World Industrial Design Day Frankfurt

Mit dem World Industrial Design Day Frankfurt soll der Frage nachgegangen werden, welche Rollen dem Industriedesign hier und heute zufallen. Kann eine spezifisch deutsche Tradition im Sinne von Werkbund, Bauhaus und hfg Ulm auch in der Gegenwart zielführend sein, oder spiegelt dies – wie oft in der Vergangenheit – eher das Wunschdenken der Designerinnen und Designer wider?

Was wird von Design jenseits des bloßen Stylings erwartet, welche Rolle kommt uns als Designer:innen zu und welche Rolle wollen wir einnehmen? Wie können wir diese füllen? Was ist heute ein gutes Produkt und welchen Anforderungen muss ein wirklich nachhaltiges Produkt gerecht werden?

Diesen und weiteren Aspekten spüren die Veranstalter gemeinsam mit Expert:innen aus Praxis und Forschung nach.

Der World Industrial Design Day Frankfurt findet seit 2019 statt und ist initiiert von der Frankfurter Strategic Design Agentur Iconstorm und dem Deutschen Werkbund Hessen. Die Veranstaltung wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier

Quelle: https://www.kreativwirtschaft-hessen.de

13. August 2021 / by / in
3. Gießener Barcamp für die Kreativ(e)Wirtschaft am 9. September 2021, 17.00 Uhr

Liebe Kreativwirtschaftler*innen und kreative Unternehmer*innen,

auch unser drittes digitales Barcamp richtet sich an die Kreativwirtschaft und damit verbundene Unternehmen und Organisationen aus Gießen und der Region. Ziel ist es, Kontakte im Hinblick auf die Entwicklung neuer Geschäfts- und Arbeitsmodelle oder Innovationsformen zu ermöglichen.

Die Wirtschaftsförderung Gießen und die Hessen Agentur laden ein zu dem von Ads&Friends* moderierten

Web-Barcamp für die Kreativ(e)Wirtschaft am Donnerstag, 09.09.2021 von 17.00 -19.30 Uhr

Das Web-Barcamp ist eine offene, digitale Veranstaltung, bei der die Themen der Tagung von den Teilnehmenden im Vorfeld vorgeschlagen oder während der Tagung eingebracht werden. Es dient der Vernetzung, Ideensammlung und gemeinschaftlichen Entwicklung von Lösungen und Handlungsoptionen.

Wenn Sie sich gemeinsam mit Akteuren aus Kultur, Start-up-Szene und innovativen Unternehmen engagieren wollen, haben Sie im Anmeldeformular die Gelegenheit, sich entweder als Zuhörer*in oder als Ideengeber*in/Redner*in/Moderator* für einzelne Beiträge oder Fragestellungen anzumelden. Das Format der Sessions ist nicht festgelegt, Sie können Vorträge, Diskussionen, Workshops oder andere Formate anmelden. Vielleicht möchten Sie als Input nur eine Frage stellen und schauen, was sich ergibt. Selbstverständlich können Sie sich aber auch am Tag der digitalen Veranstaltungen mit Ihrem Themenvorschlag melden.

Folgender Ablauf ist geplant:

  • Begrüßung und Einführung in die Methode
  • Session Pläne, Abfrage neuer Themen durch Moderation
  • Barcamp Sessions mit offenen Themen
    • Die offenen Themen gestalten Sie!
  • Abschluss: Vorstellung Gruppen-Ergebnisse über White-Board, Identifizierung von Handlungsoptionen

Die Veranstaltung wird ausschließlich in digitalen Räumen stattfinden. Den Link zur digitalen Veranstaltung erhalten Sie von uns nach der Anmeldung über oben genanntes Formular. Nach einer kurzen Einführung sammeln sich die jeweils interessierten Redner und Zuhörer zu verschiedenen Sessions in separaten „Breakout Rooms“ innerhalb der digitalen Plattform. Die Anmeldung ist bis zum 07. September 2021 um 23:59 Uhr möglich, den Link zur digitalen Veranstaltung erhalten Sie am 08. September 2021.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und vor allem auf Ihre kreativen Ideen. Diese Einladung gerne auch in Ihre Netzwerke weiterleiten.

9. August 2021 / by / in
4. KREATIVWIRTSCHAFTSTAG AM 10. SEPTEMBER 2021

“Nach der pandemiebedingten Pause im letzten Jahr ist der Kreativwirtschaftstag zurück: am 10. September live aus dem Campus Westend in Frankfurt.

Verantwortung und Impact der kreativen Wirtschaft und darüber hinaus stehen im Fokus des 4. Kreativwirtschaftstages. Das Adorno-Zitat “Es gibt kein richtiges Leben im falschen” als Leitthema führt die Kreativbranche zu vielfältigen Fragestellungen:

Von der Gestaltung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche über Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Kommunikation bis hin zu Ethik der Digitalisierung. Die Kreativbranchen stellen grundsätzliche Fragen nach dem richtigen Handeln. Auf der Suche nach neuen kreativen Lösungen rücken zunehmend die Konsequenzen des eigenen Tuns in den Fokus. Kreative wollen über die Pandemie hinaus dem Individuum, der Gesellschaft und der Wirtschaft neue Lösungen und Perspektiven anbieten.

Programmpartner des 4. Kreativwirtschaftstaga sind die see-Conference, hr-iNFO, gamearea-HESSEN und Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen (CLUK). Kooperationspartner ist das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Der Kreativwirtschaftstag ist eine Veranstaltung der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen bei der HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur kostenfreien Registrierung finden Sie hier

Quelle: hessen-agentur.de

6. August 2021 / by / in
Hessen Design Competition 2021: Jetzt Anmelden zum Wettbewerb. Einsendeschluss: 30. Mai 2021

Es ist soweit: Der hessische Nachwuchs-Designwettbewerb Hessen Design Competition 2021 startet. Nun heißt es, teilnehmen! Über das Wie, Was und Wann informieren wir in diesem Mailing.

Der Wettbewerb richtet sich an Studierende und Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtungen Design, Architektur oder einem Ingenieur-Studiengang, die nicht älter sind als 35 Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wettbewerbsbeiträge können in den vier Kategorien Living, Kids, Mobility und Outdoor eingereicht werden. Der Beitrag muss für die Entwicklung eines Prototypen geeignet sein.

Die Anmeldung erfolgt über die Registrierung unter wagner@hessendesign.de – Teilnahmebestätigung erfolgt per E-Mail. 

Wichtige Termine:
09.05.: Einsendeschluss  
11.06.: Präsentation und Jurysitzung*  
06.07.: Preisverleihung* 
05.07.: Messepräsentation (bis 09.07.) (*voraussichtlich)


Vier Kategorien:

  • Living Einrichtungsgegenstände, Wohn- und Gebäudetechnologiekonzepte,  Raumbeleuchtung, Haushaltsgeräte, Textilien
  • Kids Produkte zum Thema Entwicklung, Ernährung, Gesundheit, Bildung und Spielen von Kindern
  • Mobility Produkte zum Thema Mobilität, Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte
  • Outdoor Equipment, Möbel, Kleidung und Geräte

Zulassungsvorraussetzungen:

  • Du musst für die Weiterentwicklung Deines Entwurfes genügend Zeit einplanen, machst kein Auslandssemester oder bist in einer Vollzeitbeschäftigung
  • Du studierst in Hessen bzw. hast in Hessen studiert oder hast einen Wohnsitz in Hessen
  • Unter Deinem eigenen Namen gibt es maximal ein kommerzielles Designprodukt
  • Du bist im Studium oder hast einen Abschluss im Bereich Design, Architektur oder einem Ingenieur-Studiengang
  • Bei Anmeldung als Gruppe müssen alle Gruppenmitglieder die o. g. Anforderungen erfüllen.

Was ist zu gewinnen:
Jede Preisträgerin und jeder Preisträger erhält ein Gewinnpaket im Wert von 7.000 Euro. Das Paket beinhaltet eine Vielzahl von Leistungen. Darin enthalten ein Preisgeld von jeweils 2.000 Euro für die Realisierung des Designentwurfs. Hohe Aufmerksamkeit für begleitende Maßnahmen, wie einer Preisverleihung mit Urkunde und Wettbewerbstrophäe, Broschüre mit Portraits aller Prämierten. Dazu ein intensives Coaching durch ein erfahrenes Mentoren-Team und nicht zu vergessen, die Realisierung eines Prototypen mitsamt Ausstellung auf einer Messe.

Alle Informationen und die Anmeldeunterlagen zum Herunterladen auf der Website der Hessen Design Competition 2021

4. Mai 2021 / by / in
Auch Landkreis und Stadt Gießen an Luca-App angeschlossen

Pressemitteilung des Landkreises vom 3. Mai 2021:

“Kontaktdaten verschlüsselt an Gesundheitsamt übermitteln

Landkreis Gießen. Kontaktdaten im Restaurant hinterlassen – und das ohne Zettelwirtschaft, Stifte-Desinfizieren und Sicherheitsrisiken. Bei der digitalen Kontaktnachverfolgung unterstützt von nun an die Luca-App. Das Land hat alle hessischen Gesundheitsämter angeschlossen.

Egal ob Restaurant, Café, Bar, Veranstaltung oder Kulturstätte: Die Luca-App ersetzt Papierlisten in vielen Bereichen. Zum Beispiel registrieren sich Nutzer*innen über einen QR-Code, wenn sie ein Restaurant betreten, und checken wieder aus, wenn sie das Restaurant verlassen. Sollte zur gleichen Zeit eine infizierte Person in der Nähe gewesen sein, werden diese Informationen nach entsprechender Freigabe datenschutzkonform an das zuständige Gesundheitsamt verschlüsselt übermittelt.

Persönliche Daten sind für beispielsweise Restaurants nicht einsehbar. So können Kontaktinformationen datenschutzkonform ausgelesen und die Nachverfolgung erleichtert werden. Die Nutzung der App ist freiwillig und steht dem Handel sowie dem gastronomischen und kulturellen Bereich kostenlos zur Verfügung.

Fragen zur Luca-App im Landkreis Gießen können per Telefon unter 0641 9390-3560 oder per E-Mail an hygiene@lkgi.de gestellt werden.”

3. Mai 2021 / by / in
Kulturpaket II – Jetzt Förderungen beantragen

Brückenstipendien
Die sogenannten Brückenstipendien für Künstler*innen über 2.500,- € können bis zum 23. Juli hier beantragt werden: Hessische Kulturstiftung (hkst.de)

“Ins Freie” für Veranstalter
Für große und kleine Veranstaltungsunternehmen sowie Open-Air-Kinos wird Förderung über die Programmline “Ins Freie” bereitgestellt. Die Beantragung ist seit 6. April möglich. Mehr Informationen

3. Mai 2021 / by / in